Weibliche Genitalverstümmelung weltweit bekämpfen

Veröffentlicht am 05.02.2019 in Pressemitteilungen
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"In Deutschland ist weibliche Genitalverstümmelung verboten. Sie ist nach deutschem Recht auch im Ausland strafbar", so die Stuttgarter SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Vogt anlässlich des Internationalen Tags gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar. In Deutschland leben rund 50.000 Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung geworden sind.

Nach Schätzungen sind hierzulande zwischen 1.500 und 5.700 Mädchen davon bedroht. Bedroht ist damit ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit. "Konsequente Strafverfolgung muss Hand in Hand gehen mit Aufklärungsarbeit und Prävention. Nur wenn Maßnahmen ineinandergreifen, kann dieser schweren Menschenrechtsverletzung ein Ende bereitet werden."

Weltweit sind ca. 200 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen, obwohl das menschenverachtende Ritual in vielen Ländern verboten ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich über drei Millionen Mädchen Gefahr laufen, genital verstümmelt zu werden. Insofern ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung dringend notwendig.

Weibliche Genitalverstümmelung ist in vielen Teilen der Welt, vor allem in Afrika, dem Nahen Osten und Südostasien verbreitet. Das weibliche Genital wird meist ohne Betäubung stark verletzt oder Teile komplett entfernt. Diejenigen Frauen, die nicht an dem Eingriff sterben, haben ihr Leben lang mit physischen und psychischen Folgen zu kämpfen. Ute Vogt: "Hinter dieser Menschenrechtsverletzung stehen vor allem patriarchale Traditionen, die Frauen unterdrücken und ihnen jegliche körperliche und sexuelle Selbstbestimmung nehmen."

 

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>> Ausgabe Januar 2019 (PDF 705 KB)

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