Staatssekretärin Anette Kramme und Ute Vogt besuchen das Frauenunternehmen Zora

Veröffentlicht am 14.04.2014 in Unterwegs

v.l.n.r.: Ute Vogt, Ingrid Stoll, Gudrun Rößler-Edelmann, Daniela Steinhoff und Anette Kramme

Frauen, die benachteiligt sind, bekommen hier Hilfe bei der beruflichen und sozialen Integration.

 

1981 begann die Geschichte mit dem Verein „Arbeiterinnen und Arbeiterselbsthilfe ASH e.V.“, im Jahre 2000 wurde die Zora gGmbH als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Zora bietet eine spezielle Förderung für Frauen, die z.B. keine Berufsausbildung haben oder langzeitarbeitslos sind. Viele von ihnen sind auch älter als 50, alleinerziehend oder mit ausländischen Pass. Auch dies alles gilt leider viel zu oft als Hinderungsgrund für Einstellungen.
Wenn dann noch ein Suchtproblem vorlag oder vorliegt, die Frauen zu Hause von Gewalt betroffen sind oder sie körperlich oder psychisch eingeschränkt sind, dann brauchen sie besser zugeschnittene Hilfsangebote und vor allem eine Anlaufstelle, wo man sie versteht und sich darum anders um sie kümmert.

Aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales kam Staatssekretärin Anette Kramme zum Arbeitsgespräch. Ärgernis sei zum Beispiel, dass zu strenge Kriterien an die sogenannte Wettbewerbsneutralität angelegt werden. Die Produkte und Dienstleistungen öffentlich geförderter Beschäftigung wären quasi bedrohliche Konkurrenz zu anderen ansässigen Firmen.
Auch die Bürokratie und das stetig neue Verlängern so mancher Maßnahmen sei überflüssig, legten von Seiten der Zora Geschäftsführerin Daniela Steinhoff und Fachbereichsleiterin Ingrid Stoll dar. Ihr Wunsch wäre, die Arbeitsgelegenheiten (AGH) fest im Gesetz zu verankern, als festen Bestandteil des SGB II für arbeitsmarktferne Menschen. Es seien auch die Rahmenbedingungen und feste Zusagen, um längerfristig planen zu können, nicht immer nur das Geld. Auch mehr Möglichkeiten bei der beruflichen Weiterbildung seien nötig. Positiv ist zum Beispiel die Möglichkeit einer Lehre in Teilzeit. Besser wäre noch, Berufsausbildungen mit paralleler Nachqualifizierung zu ermöglichen, ohne vorher also den Schulabschluss gesondert nachzuholen. Dies wären sonst 5 - 6 Jahre. Mit beim Gespräch dabei waren auch Gudrun Rößler-Edelmann, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter der Stadt Stuttgart, sowie die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Ute Vogt. Beim Gespräch im Anschluss mit Frauen aus den verschiedenen Maßnahmen waren 50 gekommen, um sich direkt zu informieren oder auch persönliche Anliegen vorzubringen.

Die Arbeit der Zora zahlt sich aus - immerhin konnten in 2013 ganze 32% der Teilnehmerinnen in Arbeit oder Ausbildung vermittelt werden. Zu Zora gehören u.a. noch das second-hand-Kaufhaus, das Kinderkaufhaus Zorella, die Kindertagesstätte MiniKiZ oder auch begleitende Sprachkurse.

 

 

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