Großer Konzern wird seiner Verantwortung für den Standort nicht gerecht

Veröffentlicht am 03.12.2009 in Pressemitteilungen
Ein Stapel Zeitungen

Ute Vogt: Schließung der Produktion der C-Klasse in Sindelfingen ist verheerend für den Automobilstandort

„Mit Entsetzen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Produktion der C-Klasse in Sindelfingen eingestellt werden soll. Nach all den öffentlichen Entscheidungen - das meiste noch unter der Großen Koalition - zum Wohle der Automobilindustrie (Abwrackprämie, Kurzarbeit, Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II) ist es verheerend, wie schnell sich jetzt ein großer Konzern aus seiner Verantwortung für den Standort herauszieht und die Produktion in die USA verlagert. Bereits auf ihrem Parteitag in Karlsruhe Ende November hatte die Landes-SPD eine Solidaritätsadresse für den Erhalt des Sindelfinger Standorts für die C-Klasse verabschiedet. Die Konzernspitze argumentiert damit, dass bei der Produktion in den USA gleich ein Großteil der Wagen dort vom Band läuft, wo er auch verkauft wird. Dadurch könne man viel einsparen. Nachdem auch die Standorte Sindelfingen und Bremen gegeneinander `ausgespielt´ wurden, soll die Produktion des Sportwagen SL (im Gegenzug zur Verlagerung der C-Klasse nach Bremen) nach Sindelfingen kommen. Ob diese Rechnungen und Prognosen der Daimler AG alle so aufgehen, ist zweifelhaft. Aber Fakt ist, wir brauchen gerade auch in Deutschland eine Alternative zum Hochpreissegment, um Daimler im modernen Fahrzeugbar konkurrenzfähig zu halten! Der aktuelle Beschluss der Konzernspitze hat die Tür zur Unsicherheit geöffnet: Wie lange noch können wir den Automobilstandort wie gewohnt erhalten und mit ihm die zehntausende von Beschäftigten? Alle Beteiligten zusammen werden noch viel nachdenken und ändern müssen. Das geht nur mit den Beschäftigten und nicht dadurch, dass gerade zukunftsträchtige Baureihen dem Standort entzogen werden.“

 

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