Deutsche Gartenbaubetriebe wollen ihre Berufsgenossenschaft behalten

Veröffentlicht am 12.12.2011 in Unterwegs

Ute Vogt zum Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Vohrer (li.) und Präsident Hartmut Weimann vom Württ. Gärtnereiverband und dem Vizepräsidenten den Zentralverbandes Gartenbau, Jürgen Mertz (re.)

Seit 99 Jahren gibt es die Gartenbau-Berufsgenossenschaft. Jetzt soll sie mit acht regionalen landwirtschaftlichen Trägern zusammengelegt werden. Das ärgert die Gärtner und treibt sie auf die Palme - statt als Vorbild zum Beispiel bei der Unfallprävention zu fungieren, sollen sie nun geschluckt werden und mit einer Mini-Abteilung an Zuständigen im großen Dach der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) abgespeist werden. Bisher war die Erfolgsgarantie der Gartenbau-Berufsgenossenschaft, dass halbparitätisch Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam an den Zielen gearbeitet haben. Und dies mit Erfolg: Die Unfallzahlen gehen seit Jahren zurück, dadurch sind Beitragssenkungen möglich, die Berechnungsgrundlagen für die Beiträge sind klar (Schwerpunkt liegt auf Personal/Arbeitswert statt auf Fläche) und es gibt einen einheitlichen bundesweiten Träger. "Warum soll man ein System auflösen, das sehr gut funktioniert?" fragt auch Ute Vogt und mit ihr die Fraktion im Bundestag. Nicht immer halten Synergieeffekte und Fusionen, was sie versprechen. Manchmal sind kleinere Strukturen einfach besser. Auch, dass hoher zeitlicher Druck ausgeübt wird und der Bundesrat nicht mit einbezogen wird, sei ärgerlich, so die Abgeordnete. Die SPD will, so Vogts Kollege Josip Juratovic in seiner Bundestagsrede, "dass sich die Eigenständigkeit der Gartenbauberufsgenossenschaft in einem Beirat oder einer Sektion im Gesetzentwurf wiederfindet und festgeschrieben wird."

 

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