Besuch beim Integrationsunternehmen TANDiEM

Veröffentlicht am 16.09.2015 in Unterwegs
Ute Vogt zu Besuch bei TANDiEM
Ute Vogt, Daniela Jakob und Jörg Schnatterer im Gespräch mit zwei TANDiEM-Mitarbeiterinnen (Foto: Britta Kurz)

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung: Auf Einladung der Betriebsleiterin Daniela Jakob hat die Stuttgarter SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Vogt heute das Integrationsunternehmen TANDiEM – eine Tochtergesellschaft des Anna Haag Mehrgenerationenhauses – besucht.

TANDiEM ist eines von rund 800 Integrationsunternehmen in Deutschland, das Menschen mit Behinderung eine Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht. Über die Hälfte der TANDiEM-Mitarbeiter hat eine geistige Behinderung. Die vorwiegend jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sozialversicherungspflichtig beschäftigt und übertariflich bezahlt. Ziel der Beschäftigung ist eine Qualifizierung »on the job« sowie eine anschließende Vermittlung auf einen höher qualifizierten Arbeitsplatz. TANDiEM versteht sich deshalb als »Sprungbrett« in den ersten Arbeitsmarkt für junge Menschen mit geistiger Behinderung, die andernfalls in eine Werkstatt für behinderte Menschen einmünden würden. Ute Vogt zeigte sich sehr beeindruckt von diesem innovativen Konzept, das TANDiEM als einziges Unternehmen in Baden-Württemberg umsetzt.
Betriebsleiterin Daniela Jakob stellte bei der Besichtigung verschiedene Dienstleistungsaufträge, insbesondere im Bereich der Haus- und Gebäudereinigung, vor, die TANDiEM als hauswirtschaftlicher Volldienstleiter ausführt. »Besonders stolz sind wir auf die hohe Kundenzufriedenheit, die unsere aktuelle Kundenbefragung ergab«, erläutert Daniela Jakob. »Unsere Mitarbeiter wissen, dass sie eine wichtige Aufgabe verrichten und sind selbstbewusst und engagiert bei der Sache. So erreichen wir bei wettbewerbsfähigen Preisen eine hervorragende Dienstleistungsqualität.«
Jörg Schnatterer, Geschäftsführer der TANDiEM gGmbH und Vorstand des Anna Haag Mehrgenerationenhauses, hob den Inklusionsgedanken, der diesem Modell zugrunde liegt, hervor: »TANDiEM eröffnet jungen Menschen mit Behinderung die Perspektive auf einen Arbeitsplatz, ein eigenes Einkommen und auf Teilhabe an der Gesellschaft.« Politischen Gestaltungsbedarf sieht Schnatterer beim bislang starren Finanzierungsmodell: »Unser Konzept setzt ganz stark auf Qualifizierung, wodurch wir mehr Personal einsetzen und höhere Kosten haben. Wir decken dies momentan durch Spenden und eine Projektförderung der Lechler-Stiftung, was jedoch keine Dauerlösung sein kann. Eine Regelfinanzierung würde hier entlasten und sicher auch die Verbreitung dieses erfolgreichen Konzepts befördern.«
Ute Vogts Besuch bei TANDiEM fand im Rahmen der »Informationswochen Integrationsfirmen« statt, die vom 14. bis 25. September 2015 von der »Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsbetriebe« durchgeführt werden. TANDiEM beteiligt sich an diesen Informationswochen und hatte die Stuttgarter Bundestagsabgeordneten aller Parteien zum Besuch eingeladen.

 

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