Gute Arbeit weltweit

Veröffentlicht am 16.09.2015 in Unterwegs
v.l.n.r. Stefanie Brum, Bernhard Franke, Margret Eder, Stefan Rebmann und Ute Vogt.
v.l.n.r. Stefanie Brum, Bernhard Franke, Margret Eder, Stefan Rebmann und Ute Vogt. In den Tüten Leckeres vom Weltladen!

Eine Veranstaltung zeigt sowohl Missstände als auch Lösungsvorschläge auf
Anlässlich der Fairen Woche, die aktuell bundesweit stattfindet, lud die Stuttgarter SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Vogt zu einer öffentlichen Veranstaltung "Gute Arbeit weltweit - Verantwortung von Regierungen, Unternehmen, Kosumentinnen und Konsumenten“ ins Mehrgenerationenhaus Heslach ein.

Stefan Rebmann, entwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, führte mit einem Impulsvortrag in das Thema ein. Mit auf dem Podium diskutierten dann Margret Eder, die Geschäftsführerin des Weltladens an der Planie, und Bernhard Franke von Verdi, dort Landesfachbereichsleiter Handel. Die Moderation übernahm Stefanie Brum, die in der Innenstadt für die Landtagswahl 2016 kandidiert.
Nicht zuletzt der Zusammensturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes, bei dem 2013 in Bangladesch mehr als 1.100 Arbeiterinnen und Arbeiter starben, hat das Augenmerk der westlichen Welt auf die teils unmenschlichen Produktionsbedingungen in jenen Ländern gelenkt, die als Fabriken und Plantagen der Welt fungieren. Und damit auch auf die Bedingungen, die westliche Konzerne etwa in der Textil-, Elektronik-, Agrar- und Rohstoffproduktion in Entwicklungsländern vorgeben.
Gesetzliche, für alle verbindlich geltende Regelungen sind unumgänglich, um Unternehmen zu sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Mindeststandards zu verpflichten. Millionen von Menschen weltweit arbeiten unter teils unmenschlichen Bedingungen. Lohndumping, Zwangs- und Kinderarbeit, Diskriminierung von Frauen und Minderheiten, Organisationsverbote, gravierende Sicherheitsmängel und mitunter massive Umweltverschmutzungen sind in vielen Entwicklungsländern an der Tagesordnung. Der Anspruch auf Gute Arbeit muss aber weltweit gelten. 

Stefan Rebmann kritisierte auch das Anspruchsdenken der reichen Staaten, die für ihr Konsumverhalten die anderen Länder ausbeuten, dies auch bei den natürlichen Ressourcen - wie Wasser und Ackerboden. Einheimische Bauern werden immer weiter verdrängt und in die Armut getrieben. Bernhard Franke hob die Wichtigkeit der Gewerkschaften hervor und kritisierte die Organisationsverbote, die es Arbeiterinnen und Arbeitern unmöglich machen, für ihre Rechte zu kämpfen. Margret Eder warb aktiv für die Weltläden, die von Jahr zu Jahr mehr Menschen zu fairem Einkauf bewegen. Denn leider beruht nur maximal 1 % des weltweiten Handels auf fair produzierten Produkten.
In der Fragerunde mit dem Publikum ging es dann um folgende Fragen: Welche Verantwortung tragen Regierungen, Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten für die Bedingungen von Produktion und Handel? Was kann die Politik konkret unternehmen, um diese Bedingungen gerechter zu gestalten? Wie steht es um die soziale Gestaltung der Globalisierung? Ist es so, dass Staaten von stetem Wachstum abhängen oder geht es auch anders?

Gemeinsamer Antrag der SPD und CDU-CSU-Bundestagsfraktionen "Gute Arbeit weltweit - Verantwortung für Produktion und Handel global gerecht werden"

Mehr Informationen zum Thema auch auf www.faire-woche.de

 

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